Für unseren Übungsdienst am 05.10.2010 wurde das Objekt der Firma Boie Gas in Schuby angefahren. Bereits seit Jahren wird diese Übung gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren Hüsby und Lürschau abgehalten. Mit dabei sind auch die Einsatzkräfte des DRK.

Am 05.10.2010 war nunmehr auch noch ein Betreuungsdienst des DRK dabei, die eine Evakuierung der Gemeindegebiete Zick-Zackredder, Wohrtacker, Schwardtbarg, Spanneng und Deelacker annahmen. Hierbei ging der Betreuungsdienst davon aus, dass ca. 300 Personen zu evakuieren sind, die provisorisch in der Sporthalle der Grund- und Hauptschule Schuby untergebracht werden müssen. Nun galt es u. a. zu klären, wie die Haushalte informiert werden, wie gehbehinderte Personen in die Sporthalle gebracht werden und welche Personen für die Betreuung der Evakuierten zur Verfügung stehen.
Für die Freiwilligen Feuerwehren zeigten sich verschiedene Lagebilder. So galt es für die Freiwillige Feuerwehr Hüsby eine verletzte Person in der Abfüllanlage zu retten, wobei die Abfüllanlage durch einen LKW-Anhängerbrand verqualmt war, was den Einsatz unter schwerem Atemschutz erforderte. Gleichzeitig galt es den Arbeitsbereich auszuleuchten und das Gebäude vor den Flammen des Anhängerbrandes zu schützen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lürschau hatten mittels Schaumangriff den Anhängerbrand zu löschen und die Beladung (11 kg-Gasflaschen) zu kühlen und ggf. den Anhänger zu entladen.
Durch Schaulustige, die das Einsatzgeschehen verfolgten, ereignete sich auf der anliegenden B 201 ein Verkehrsunfall, bei dem eine Person im Fahrzeug eingeklemmt wurde. Diese Person patientengerecht zu retten war Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr Schuby.
Unter den wachsamen Augen des stv. Amtswehrführers, des Mitarbeiters des Katastrophenschutzes des Kreises Schleswig-Flensburg und des für den Katastrophenschutz zuständigen Mitarbeiters aus dem Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein konnte die Einsatzleitung unter der Führung unseres Wehrführers Michael Jöns alle verletzten Personen rechtzeitig dem Rettungsdienst übergeben und die Schadenslage bewältigen. Bei der anschließenden Manöverkritik wurde der Ablauf der Übung als gut bewertet. Das gemeinsame Arbeiten der verschieden Institutionen klappte sehr gut. Allerdings zeigte sich wieder einmal, dass die Anzahl der 2m-Funkgeräte nicht ausreichten. Selbst das überraschende Szenario, dass sich ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr unter Atemschutz im Gebäude verletzt hatte, konnte bewältigt werden. Die zur Unterstützung gerufenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schuby konnten unter Atemschutz den verletzten Kameraden aus dem Gebäude retten und dem Rettungsdienst übergeben.
Bei einer zünftigen Gulaschsuppe und gemütlichen Gesprächen im Feuerwehrgerätehaus Schuby wurde dieser Übungsdienst dann beendet.
Ihre Fragen zu unserer Informationsseite: Dienstübung 05.10.2010